„Corona heißt Abstand und nicht Stillstand“, dachten sich Adele Hoff und Sigrid Thomas und entwickelten die Idee eines Podcasts. Erklärtes Ziel: Möglichst viele Menschen erreichen, um das Thema Inklusion und damit verbundene Fragestellungen bekannter zu machen. Und nicht zuletzt um Lust auf das Thema Inklusion zu machen. Denn jeder kann in Sachen Inklusion aktiv werden.

In lockeren Gesprächen mit den unterschiedlichsten Menschen aus dem großen Netzwerk der Inklusionsbüros wird das Thema Inklusion aus neuen Perspektiven im Podcast thematisiert. Die Gesprächspartner*innen variieren von Selbstvertreter*innen, die über ihren Alltag sprechen, bis hin zu Akteuren spannender, inklusiver Projekte aus den Bereichen Kultur, Freizeit und Bildung, die ihre Gedanken zum Thema Inklusion teilen.

Bereits die erste Folge des Podcasts gibt spannende Einblicke: André Sole-Begers, Inklusionsmanger der Lebenshilfe Viersen, berichtet über das Projekt „Viersen für Alle“. Seit drei Jahren setzen sie viele kleine – aber wertvolle – Projekte für das Thema Inklusion um. Zum Beispiel durch die Installation von Klingeln an Läden die für Menschen mit einer körperlichen Behinderung, ältere Menschen und Menschen mit Kinderwagen nicht besuchbar sind. So können sie auf sich aufmerksam machen und Hilfe erhalten. Schnell merkt man, wie stark Sole-Bergers für das Thema Inklusion brennt.

Moderator des Podcasts ist Steffen Linßen. Der gebürtige Niederrheiner ist Anfang 20, studiert in München und hat ebenfalls einen persönlichen Bezug zum Thema Inklusion: Seine eigene Behinderung. Durch seine chronische Muskelschwäche ist er auf einen Rollstuhl und Unterarmgehstützen angewiesen und kennt daher die alltäglichen Barrieren und Probleme, die man als Mensch mit einer (körperlichen) Behinderung nur zu gut kennt.  Auch er ist überzeugt: „Nur durch einen Dialog erlangt man neue Perspektiven und Lösungen. Der Austausch ist der Schlüssel zum Thema.“ Die Produktion des Podcasts „Inklusionsgedanken“ ist somit logische Konsequenz – und ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft.

Ein herzlicher Dank gilt der Aktion Mensch für die freundliche Unterstützung dieses Projekts.

Und wer den Podcast lieber an anderer Stelle hören möchte… hier die Links zum Podcast:  Spotify oder Apple Podcast

Zusammen mit dem Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben für Menschen mit Sinnesbehinderung  (KSL-MSi-NRW) wurde sich ausgetauscht. Gemeinsam wurde überlegt, wie sich die Projektpartner in Zukunft in ihrer Arbeit für und mit den Menschen gegenseitig bereichern können. Verschiedene Ideen wurden entwickelt, die zu gegebener Zeit umgesetzt werden. Besondere Unterstützung sollen dabei natürlich besonders Menschen mit einer Sinnesbehinderung erfahren, aber auch Menschen mit einer anderen Behinderung sowie Einrichtungen in unterschiedlichen Bereichen erfahren. Bleiben wir gespannt…

 

Auf Initiative des Inklusionsbüros fand im Jahr 2019 im Kinder- und Jugendtreff St. Barbara in Geldern ein Gebärdensprach-Workshop mit Frau Cebulla vom Kompetenzzentrum für Selbstbestimmtes Leben für Menschen mit Sinnesbehinderung NRW (KSL.NRW) statt. Nachdem dem Inklusionsteam vielfach zurückgemeldet worden ist, wie schön das Erlebnis war und dass es sich in der Gruppe nachhaltig ausgewirkt hat, sind wir neugierig geworden. Sigrid Thomas (rechts) vom Inklusionsbüro Geldern wollte nun konkret wissen, wie hat der Workshop die Kinder und Mitarbeitern des Kinder – und Jugendtreffs St. Barbara beeinflusst. Weiterlesen

„Erfüll‘ Dir Deinen Traum“ – mit diesem Slogan wirbt der GSV Geldern für seine neue Jugendfußball-Mannschaft für Kinder mit Handicap. Die ersten Training im September verliefen bereits vielversprechend. Nach einem Start mit neun Kindern nehmen inzwischen 13 Kinder regelmäßig am Traning teil. Großes Ziel: Der Aufbau eines Teams, das auch an Turnieren teilnimmt. Weiterlesen

Der Kompetenzkreis Inklusion hat sich zu einem Arbeitsmeeting getroffen – allerdings wie in diesen Zeiten üblich virtuell mittels Videokonferenz. Gute Ergebnisse wurden trotzdem erzielt.

Im Vordergrund stand der Austausch über Erfahrungen in der Coronazeit in den verschiedenen beruflichen Kontexten sowie die Information über neue Formate. Ebenso wurde über die Arbeit der Inklusionsbüros der vergangenen Monate berichtet. Hierunter fielen die Entwicklung und Veröffentlichung eines Erklärvideos für die Inklusionsbüros, der Netzwerkausbau mit anderen Beratungsstellen, inklusiven Projekten und Kompetenzzentren sowie die Entwicklung und Durchführung einer Sensibilisierungsschulung für Kinder in Kitas, Schulen und OGS. Vielvesprechend verlief bislang das inklusive Projekt mit Gelderner Sportverein. Und auf den Herbst darf sich auch gefreut werden: Im November startet der Podcast „Inklusionsgedanken“.

Lernen mit Spaß, kreativen Methoden und Bewegung – das ist das Konzept der Lerntherapie für Grundschüler mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) oder Rechenschwäche (Dyskalkulie) in den Caritas-Centren in Geldern und Straelen.

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Inklusion und Ferienspaß – Passt das zusammen? Na klar! Auf spielerische Weise wurde den Kinder das Thema Inklusion näher gebracht. Adele Hoff und Siegrid Thomas vom Inklusionsbüro waren in den Offenen Ganztagen einiger Grundschulen in Geldern unterwegs. Im Gepäck: Viel Anschauungsmaterial und Hilfsmittel zum ausprobieren. Weiterlesen

Lange geplant, sorgfältig vorbereitet – trotzdem: Coronabedingt muss der Auftakt für Netzwerktreffen abgesagt werden. Der Landschaftsverband (LVR) und der Kompetenzkreis Inklusion hatten diese Veranstaltung „Schulische Inklusion ist machbar!?“ initiiert. Weiterlesen

In welcher Schule ist ein Kind am besten aufgehoben? Gerade bei Kindern mit Entwicklungsdefiziten stehen nicht nur Eltern, sondern auch Pädagogen, Therapeuten und Ärzte vor dieser schwierigen Frage. Um Rahmenbedingungen zu klären und Entscheidungshilfen anzubieten, hatte die Caritas zu einer Fachtagung nach Kevelaer eingeladen.

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Derzeit laufen wieder die Anmeldeverfahren für die Kindergärten und Grundschulen im Gelderland. Gerade Eltern von Kindern mit besonderem Förderbedarf stehen deshalb vor der wichtigen Frage, wie sie die richtige Kita oder Schule für ihr Kind finden. Die Mitarbeiterinnen der Inklusionsbüros der Caritas geben dazu Informationen, worauf Eltern achten sollten.

Bei der Auswahl einer Kita ist es wichtig darauf zu achten, welche besonderen Angebote es für Kinder mit Förderbedarf gibt, raten die Mitarbeiterinnen in den Inklusionsbüros der Caritas. So können Eltern beispielsweise auf diese Punkte achten: Sind die Mitarbeitenden in der Einrichtung sonderpädagogisch fortgebildet oder sind entsprechende Weiterbildungen geplant? Wie viel Erfahrung hat die Einrichtung mit der Betreuung von Kindern mit besonderem Förderbedarf? Gibt es Kontakte mit Praxen oder der Frühförderstelle?

Beim Übergang in die Grundschule stellt sich für Eltern oft die Grundsatzfrage, ob sie ihr Kind an einer Förderschule anmelden möchten oder an einer Regelschule, wo es im Rahmen des gemeinsamen Lernens gefördert wird. Entscheiden sich Eltern für Letzteres, sollten sie auch dort nachfragen, welche konkreten Förderungen die Schule bzw. der offene Ganztag im konkreten Fall ihres Kindes anbieten. Wenn der Umfang des Förderbedarfs eine sonderpädagogische Unterstützung erfordert, sollte in Absprache mit der Schule beim Schulamt ein so genanntes AOSF-Verfahren eingeleitet werden. Dabei werden im Rahmen eines pädagogischen Gutachtens die Förderbedarfe des Kindes festgestellt sowie Art und Umfang der notwendigen Hilfen empfohlen.

Manchmal stellt sich auch die Frage nach einer Integrationshilfe. Dazu muss zunächst der ein genauer Förderbedarf diagnostiziert werden – in der Regel vom Kinderarzt. Die Integrationshilfe müssen die Eltern dann, je nach Diagnose, beim zuständigen Jugend- oder Sozialamt beantragen. Spezielle Hilfsmittel, zum Beispiel Lese- oder Kommunikationsgeräte, können bei den jeweiligen Krankenkassen beantragt werden.

„Gerade beim Thema Inklusion stehen Eltern vor einer Vielzahl von Fragen, auf die es meist keine pauschalen Antworten gibt“, sagt Adele Hoff. „Jedes Kind ist anders, und deshalb geht es immer darum, individuell passende Lösungen zu finden.“ Wer dazu weitere Fragen hat, kann sich an die Inklusionsbüros der Caritas wenden. Dort beraten Sigrid Thomas in Geldern (Tel. 02831 9102300), Ina Martens in Kevelaer (02832 9259300) und Adele Hoff in Straelen (Tel. 02834 915187) Eltern und Einrichtungen zu allen Fragen rund um das Thema Inklusion und vermitteln auch zu weiteren Fach- und Beratungsstellen.

Einen wichtigen Tipp gibt Adele Hoff jedoch allen Eltern für die Auswahl der richtigen Kindertagesstätte oder Schule mit auf den Weg: „Schauen Sie neben alle formalen Aspekten gut darauf, in welcher Einrichtung sich ihr Kind wohlfühlt. Auch das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich Kinder bestmöglich entwickeln.“

Weitere Informationen und Kontaktdaten gibt es auch im Internet unter www.inklusion-leicht-gemacht.de